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Zahnzusatzversicherung Anbieter im Überblick

Den Markt auf einen Blick verstehen

Über 50 Zahnzusatzversicherung Anbieter und 285 Tarife im Vergleich: 90-Prozent-Schutz gibt es ab 21 Euro im Monat

Das Wichtigste in Kürze

  • check Zahnzusatzversicherung Anbieter gibt es über 50 in Deutschland, mit mehr als 285 getesteten Tarifen.
  • check Die Erstattung liegt je nach Tarif zwischen 70 und 100 Prozent, empfohlen werden mindestens 90 Prozent.
  • check Ein 90-Prozent-Tarif kostet für 35-Jährige zwischen 21 und 25 Euro im Monat.
  • check Im Vergleich zählen neben dem Beitrag auch Leistungsgrenzen in den ersten Jahren und der Einschluss von Implantaten.
  • check Frühzeitig abschließen lohnt sich: Ab dem vierten Vertragsjahr entfallen bei den meisten Anbietern die Leistungsgrenzen.
Zahnzusatzversicherung Anbieter im Überblick
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Inhaltsverzeichnis

1. Welche Anbieter gibt es für Zahnzusatzversicherungen?

Wer einen Zahnzusatzversicherung Anbieter sucht, steht vor einem Markt mit über 50 Versicherern und mehr als 285 getesteten Tarifen. Allein Stiftung Warentest hat diese Zahl in einem Zahnzusatzversicherung Vergleich veröffentlicht. Für Verbraucher bedeutet das: ohne Vorauswahl ist eine gezielte Eingrenzung kaum möglich. Dieser Überblick ordnet den Markt und stellt die wichtigsten Versicherer mit ihren Zahnzusatzversicherung Tarifen vor. Die häufigste Frage lautet: Welche Zahnzusatzversicherungen gibt es, und welcher Anbieter passt zu meiner Situation?

Die Nachfrage nach Zahnzusatzversicherungen wächst stetig. Rund 18,5 Millionen Deutsche haben bereits eine solche Police, das entspricht knapp jedem vierten Erwachsenen. Seit 2012 ist die Zahl der Versicherten um 30,9 Prozent gestiegen. Die Zahnzusatzversicherung Liste der Anbieter reicht von großen Konzernen wie der Allianz bis zu spezialisierten Versicherern wie Janitos. Der Grund für den Zuwachs ist nachvollziehbar: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei Zahnersatz nur 60 Prozent der Regelversorgungskosten als Festzuschuss. Wer eine Vollkeramikkrone oder ein Implantat wählt, zahlt den Großteil der Rechnung selbst.

Was eine Zahnzusatzversicherung genau abdeckt und welche Leistungsbereiche relevant sind, erklärt unser Ratgeber zur Zahnzusatzversicherung .

Die Unterschiede zwischen den Anbietern betreffen vor allem drei Bereiche: die Erstattungsquote für Zahnersatz (typischerweise zwischen 70 und 100 Prozent), die Zahnstaffel in den ersten Vertragsjahren und den monatlichen Beitrag. Ein Tarif mit 90 Prozent Erstattung kann bei einem 35-Jährigen zwischen 21 und 25 Euro im Monat kosten, ein 100-Prozent-Tarif zwischen 27 und 33 Euro. Welcher Versicherer zu Ihrer Situation passt, hängt davon ab, welche Leistungen Sie priorisieren und wie viel Schutz Sie in den ersten Jahren benötigen.

Quellen: PKV-Verband | Stiftung Warentest | KZBV

2. So wählen Sie den richtigen Anbieter

Die Erstattungsquote für Zahnersatz ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Tarifen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt mindestens 80 Prozent, Fachportale raten zu 90 Prozent oder mehr. Der Grund: Bei einer Vollkeramikkrone mit Gesamtkosten von rund 850 Euro und einem Festzuschuss von 239 Euro (Befund 1.1, ohne Bonus) bleibt ein Eigenanteil von 611 Euro. Ein Tarif mit 90 Prozent Erstattung übernimmt davon 550 Euro. Übrig bleiben 61 Euro statt 611 Euro ohne Versicherung.

Neben der Erstattungsquote entscheidet die Zahnstaffel über den tatsächlichen Schutz in den ersten Vertragsjahren. Die Zahnstaffel begrenzt, wie viel der Versicherer in den Anfangsjahren maximal erstattet. Liegt die Grenze im ersten Jahr bei 1.000 Euro, reicht das für eine Krone, aber nicht für ein Implantat. Empfehlenswert sind mindestens 1.000 Euro im ersten Jahr, besser 1.500 Euro.

Fünf weitere Kriterien helfen bei der Eingrenzung:

  • Erstattungsbasis: Der Tarif sollte auf Basis des privaten Rechnungsbetrags erstatten, nicht nur auf Grundlage des GKV-Kassenanteils.
  • Implantate: Prüfen Sie, ob der Tarif Implantate einschließt. Nicht alle Anbieter decken diese Leistung ab.
  • Professionelle Zahnreinigung: Viele Tarife erstatten die PZR mit 100 Prozent, allerdings oft mit einem jährlichen Limit zwischen 80 und 275 Euro.
  • Beitragsstabilität: Tarife mit Altersrückstellungen können den Beitragsanstieg im Alter abfedern.
  • Wartezeit: Fast alle Tarife verzichten auf eine allgemeine Wartezeit. Die einzige dokumentierte Ausnahme ist die HanseMerkur EZL mit 6 Monaten Wartezeit für Zahnbehandlung.

Die Kombination aus Erstattungsquote, Zahnstaffel und Beitrag bestimmt letztlich das Preis-Leistungs-Verhältnis. Den einen Zahnzusatzversicherung Testsieger für alle gibt es nicht, denn die Bewertung hängt von den individuellen Anforderungen ab. Wer den besten Anbieter für eine Zahnzusatzversicherung sucht, sollte die konkreten Leistungswerte vergleichen, nicht nur den Monatsbeitrag.

Quellen: Verbraucherzentrale | KZBV

3. Große Versicherer: DKV, Münchener Verein und Co.

Die folgenden Versicherer gehören zu den meistgesuchten Anbietern im deutschen Markt. Sie bieten jeweils mehrere Tarifstufen an, die sich in Erstattungsquote, Zahnstaffel und Beitragshöhe unterscheiden. Die Kurzprofile zeigen die Kernleistungen eines repräsentativen Tarifs pro Anbieter.

Münchener Verein

Die Münchener Verein Zahnzusatzversicherung gehört zu den traditionsreichsten Angeboten im Markt. Der Tarif ZahnGesund 85+ erstattet 85 Prozent der Zahnersatzkosten bei einem Monatsbeitrag von 21,90 Euro für einen 35-Jährigen. Die Zahnstaffel beginnt bei 1.000 Euro im ersten Jahr und steigt auf unbegrenzt ab dem fünften Jahr. Auffällig ist das einfache Gesundheitsfragen-Set: Der Münchener Verein fragt nur nach fehlenden Zähnen, nicht nach Parodontitis oder laufenden Behandlungen. Prophylaxe wird mit bis zu 170 Euro im Jahr erstattet.

DKV

Die Zahnzusatzversicherung DKV gehört zum Portfolio der ERGO-Gruppe, einem der größten Krankenversicherer Deutschlands. Die DKV bietet mehrere Leistungsstufen an und ist bei Verbrauchern gefragt, die Wert auf einen großen, etablierten Versicherer legen.

Concordia

Die Zahnzusatzversicherung Concordia bietet mit dem Tarif ZAHN SORGLOS 100 einen der leistungsstärksten Tarife im Markt. Die Erstattung liegt bei 100 Prozent für Zahnersatz, Zahnbehandlung und Prophylaxe. Der Monatsbeitrag beträgt 32,67 Euro für einen 35-Jährigen. Die Zahnstaffel startet bei 1.500 Euro im ersten Jahr und ist ab dem vierten Jahr unbegrenzt. Kieferorthopädie wird mit bis zu 8.000 Euro für Erwachsene und Kinder erstattet. Bis zu vier fehlende Zähne können mitversichert werden, was diesen Tarif auch für Personen mit bestehendem Zahnverlust interessant macht.

Württembergische

Die Württembergische Versicherung gehört zum W&W-Konzern und bietet den Tarif ZahnSchutz Komfort 90 an. Die Erstattung beträgt 90 Prozent bei einem Monatsbeitrag von 21,45 Euro für einen 35-Jährigen. Damit ist dieser Tarif einer der günstigsten 90-Prozent-Tarife im Vergleich. Die Zahnstaffel beginnt bei 1.500 Euro im ersten Jahr. Ein Alleinstellungsmerkmal: Die Württembergische rechnet auf Basis des GOZ-Faktors 5,0 ab, während die meisten Tarife den Faktor 3,5 verwenden. Das bedeutet, dass auch höhere Zahnarzt-Honorare vollständig erstattet werden.

Stuttgarter

Der Tarif Smile! ZahnPremium 90 der Stuttgarter erstattet 90 Prozent der Zahnersatzkosten bei einem Monatsbeitrag von 24,85 Euro für einen 35-Jährigen. Die Zahnstaffel liegt bei 1.500 Euro im ersten Jahr und ist ab dem fünften Jahr unbegrenzt. Für Familien interessant: Kieferorthopädie wird mit bis zu 4.000 Euro für Kinder erstattet.

HanseMerkur

Die Zahnzusatzversicherung HanseMerkur umfasst mehrere Tarifstufen. Die HanseMerkur ist einer der wenigen Versicherer mit einer Wartezeit: Der Tarif EZL sieht 6 Monate Wartezeit für Zahnbehandlung vor. Andere HanseMerkur-Tarife können abweichende Bedingungen haben. Prüfen Sie bei diesem Anbieter die Vertragsbedingungen besonders genau.

Quellen: PKV-Verband

4. Weitere Anbieter: DFV, SDK, DEVK und mehr

Neben den großen Versicherern bieten zahlreiche weitere Anbieter Zahnzusatzversicherungen an. Einige davon sind auf Zusatzversicherungen spezialisiert, andere ergänzen ihr Hauptgeschäft um Zahnschutz-Tarife. Die Leistungen unterscheiden sich teils erheblich, und gerade bei kleineren Anbietern finden sich Tarife mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

SDK (Süddeutsche Krankenversicherung)

Die Zahnzusatzversicherung SDK bietet zwei klar abgegrenzte Tarifstufen an. Der Tarif ZAHN 100 erstattet 100 Prozent der Zahnersatzkosten mit einer Zahnstaffel von 1.000 Euro im ersten Jahr, die ab dem fünften Jahr unbegrenzt ist. Der günstigere Tarif ZAHN 70 erstattet 70 Prozent bei einer Zahnstaffel von 700 Euro im ersten Jahr. Die SDK eignet sich für Versicherte, die einen klaren Unterschied zwischen Basis- und Premiumschutz wollen.

DFV (Deutsche Familienversicherung)

Die DFV Zahnzusatzversicherung stammt von einem Digitalversicherer aus Frankfurt, der den Abschluss komplett online ermöglicht. Die Tarife werden regelmäßig von Testinstituten bewertet. Für einen Anbieter-Vergleich lohnt sich ein Blick auf die konkreten Erstattungssätze und Zahnstaffeln der aktuellen Tarife.

DEVK

Die DEVK Zahnzusatzversicherung, ursprünglich aus dem Eisenbahner-Versicherungswesen hervorgegangen, steht heute allen Berufsgruppen offen. Die Tarife der DEVK zeichnen sich durch moderate Beiträge aus. Wer bei der DEVK bereits andere Versicherungen hat, profitiert unter Umständen von Bündelrabatten.

LKH (Landeskrankenhilfe)

Die LKH Zahnzusatzversicherung richtet sich an Versicherte, die Wert auf einen regionalen Versicherer mit persönlicher Beratung legen. Die LKH bietet verschiedene Tarifstufen für Zahnersatz und Prophylaxe an.

DA Direkt

Die DA Direkt Zahnzusatzversicherung kommt vom Direktversicherer der Zurich Gruppe. Der Tarif kann ohne Vermittler direkt abgeschlossen werden, was den Beitrag in der Regel niedriger hält. Für preisbewusste Versicherte ist DA Direkt eine Alternative zu den klassischen Anbietern.

Weitere Versicherer

Auch Anbieter wie Advigon, Continentale, UKV und vigo bieten Zahnzusatz-Tarife an. Einige gesetzliche Krankenkassen kooperieren zudem mit privaten Versicherern, um ihren Mitgliedern vergünstigte Zahnzusatzversicherungen anzubieten. Diese Kooperationstarife können preislich attraktiv sein, sind aber in der Leistung manchmal eingeschränkter als die Einzeltarife der Versicherer.

Quellen: PKV-Verband

5. Allianz, Janitos und Vergleichsportale

Drei Anbieter verdienen einen besonders genauen Blick, weil sie den Markt aus unterschiedlichen Richtungen prägen: die Allianz als größter Portal-Versicherer, Janitos als spezialisierter Zahnschutz-Anbieter und die Vergleichsportale als Vermittler.

Allianz

Die Allianz ist der bekannteste Anbieter von Zahnzusatzversicherungen in Deutschland. Die Tarifreihe Mein Zahnschutz bietet drei Stufen: Mein Zahnschutz 75 mit 75 Prozent Erstattung für 17,39 Euro im Monat (bei einem 35-Jährigen), Mein Zahnschutz 90 mit 90 Prozent für 23,58 Euro und Mein Zahnschutz 100 mit voller Erstattung. Die Zahnstaffel beim Tarif 90 liegt bei 1.000 Euro im ersten Jahr und ist ab dem vierten Jahr unbegrenzt. Prophylaxe und Zahnbehandlung werden zu 100 Prozent erstattet.

Der Allianz-Tarif fragt neben fehlenden Zähnen auch nach Parodontitis, laufenden Behandlungen und Schienen. Maximal ein fehlender Zahn darf vorhanden sein. Wer mehr als einen fehlenden Zahn hat, muss auf andere Anbieter wie die Concordia (bis vier fehlende Zähne) oder den Münchener Verein (bis vier fehlende Zähne) ausweichen.

Alle Tarifstufen, Erstattungsdetails und Gesundheitsfragen der Allianz finden Sie in unserem Ratgeber zur Allianz Zahnzusatzversicherung .

Janitos

Janitos ist ein Spezialversicherer, der sich mit seinen Zahnzusatz-Tarifen einen Namen gemacht hat. Der Tarif JA dental 75plus kostet 15,99 Euro im Monat für einen 35-Jährigen und erstattet 75 Prozent der Zahnersatzkosten. Die Zahnstaffel startet bei 1.000 Euro im ersten Jahr. Der Premium-Tarif JA dental 100plus liegt bei 27,52 Euro und übernimmt 100 Prozent, mit einer Zahnstaffel von 1.500 Euro im ersten Jahr. Prophylaxe wird ohne Limit erstattet.

Beide Tarifstufen mit Zahnstaffeln und Leistungsdetails stellt unser Ratgeber zur Janitos Zahnzusatzversicherung vor.

Vergleichsportale

Vergleichsportale wie Privadent helfen dabei, Tarife verschiedener Anbieter nebeneinander zu bewerten. Der Vorteil: Sie sehen Erstattungsquoten, Zahnstaffeln und Monatsbeiträge auf einen Blick und können nach Ihren persönlichen Kriterien filtern. Portale ersetzen keine individuelle Beratung, bieten aber eine gute Grundlage für eine erste Eingrenzung der infrage kommenden Tarife.

Wie sich Check24, Verivox und die WaizmannTabelle unterscheiden, zeigt unser Vergleich der ZZV-Vergleichsportale .

6. Beiträge und Erstattungen im Vergleich

Der Monatsbeitrag einer Zahnzusatzversicherung hängt vor allem vom Eintrittsalter und vom gewählten Erstattungsniveau ab. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Beitragsspannen nach Altersgruppen.

Altersgruppe Monatsbeitrag (günstig bis gut)
20–30 Jahre 5–22 EUR
31–40 Jahre 12–32 EUR
41–50 Jahre 20–42 EUR
51–60 Jahre 28–56 EUR
Ab 61 Jahre 30–75 EUR

Wer früh abschließt, zahlt dauerhaft weniger. Ein 35-Jähriger zahlt für einen 90-Prozent-Tarif je nach Anbieter zwischen 21 und 25 Euro im Monat. Bei Abschluss mit 50 kann derselbe Schutz doppelt so teuer sein.

Die konkreten Tarife der hier vorgestellten Anbieter zeigen die Bandbreite des Marktes bei einem Eintrittsalter von 35 Jahren.

Tarif Anbieter Erstattung Zahnersatz Monatsbeitrag (35 J.) Zahnstaffel 1. Jahr
JA dental 75plus Janitos 75 % 15,99 EUR 1.000 EUR
Mein Zahnschutz 75 Allianz 75 % 17,39 EUR 1.000 EUR
ZahnSchutz Komfort 90 Württembergische 90 % 21,45 EUR 1.500 EUR
ZahnGesund 85+ Münchener Verein 85 % 21,90 EUR 1.000 EUR
Mein Zahnschutz 90 Allianz 90 % 23,58 EUR 1.000 EUR
Smile! ZahnPremium 90 Stuttgarter 90 % 24,85 EUR 1.500 EUR
JA dental 100plus Janitos 100 % 27,52 EUR 1.500 EUR
ZAHN SORGLOS 100 Concordia 100 % 32,67 EUR 1.500 EUR

Rechenbeispiel Implantat

Ein Zahnimplantat mit Krone kostet in der Regel zwischen 2.100 und 4.200 Euro. Die gesetzliche Kasse zahlt einen Festzuschuss auf die Krone, nicht auf das Implantat selbst. Bei angenommenen Gesamtkosten von 2.500 Euro und einem Festzuschuss von 239 Euro (Befund 7.1, ohne Bonus) bleibt ein Eigenanteil von 2.261 Euro.

Mit dem Concordia ZAHN SORGLOS 100 erstattet die Versicherung im ersten Vertragsjahr maximal 1.500 Euro (Zahnstaffel). Es verbleibt ein Eigenanteil von 761 Euro. Ab dem vierten Vertragsjahr ist die Zahnstaffel unbegrenzt. Dann übernimmt der Tarif die vollen 2.261 Euro, und der Eigenanteil sinkt auf 0 Euro.

Dieses Beispiel zeigt, warum der Abschlusszeitpunkt so wichtig ist: Wer die Versicherung erst abschließt, wenn der Zahnersatz bereits geplant ist, stößt in den ersten Jahren an die Zahnstaffel-Grenzen.

Quellen: Verbraucherzentrale NRW | KZBV

7. Worauf Verbraucher oft nicht achten

Der Leistungsvergleich zeigt die Stärken der Tarife. Genauso wichtig sind die Einschränkungen, die im Tarifvergleich leicht übersehen werden. Vier Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Angeratene Behandlungen

Hat Ihr Zahnarzt eine Behandlung bereits empfohlen oder im Heil- und Kostenplan dokumentiert, bevor Sie den Versicherungsvertrag abschließen, zahlt die Versicherung dafür in der Regel nicht. Das gilt für alle Anbieter. Schließen Sie die Versicherung deshalb ab, bevor ein konkreter Behandlungsbedarf feststeht.

Fehlende Zähne

Die Gesundheitsfragen unterscheiden sich erheblich zwischen den Anbietern. Die Allianz akzeptiert maximal einen fehlenden, nicht ersetzten Zahn. Der Münchener Verein und die Concordia akzeptieren bis zu vier. Wer bereits Zahnlücken hat, sollte dieses Kriterium vor dem Beitragsvergleich prüfen, da es die Auswahl stärker einschränkt als der Preis.

Zahnstaffel in den ersten Jahren

Die Zahnstaffel begrenzt die Erstattung in den Anfangsjahren auf einen Höchstbetrag. Bei einer Staffel von 1.000 Euro im ersten Jahr und Implantat-Kosten von 2.500 Euro trägt der Versicherte den Großteil selbst. Ab dem vierten oder fünften Jahr heben die meisten Tarife diese Grenze auf. Planen Sie mindestens drei bis vier Jahre Vorlauf ein, bevor größerer Zahnersatz ansteht.

Beitragsentwicklung im Alter

Zahnzusatzversicherungen werden mit dem Alter teurer. Wer mit 35 Jahren 21 Euro im Monat zahlt, kann mit 61 Jahren bei 30 bis 75 Euro liegen. Tarife mit Altersrückstellungen legen einen Teil des Beitrags zur Seite, um den Anstieg abzufedern. Fragen Sie beim Abschluss gezielt nach diesem Mechanismus.

Statistisch wird Zahnersatz ab Mitte 30 häufiger nötig. Rund 18,5 Millionen Deutsche haben bereits eine Zahnzusatzversicherung. Wer zu spät abschließt, riskiert höhere Beiträge und niedrige Erstattungsgrenzen im Moment des größten Bedarfs.

Quellen: Verbraucherzentrale | PKV-Verband

8. Fazit: Den passenden Anbieter finden

Über 50 Anbieter, mehr als 285 getestete Tarife und Monatsbeiträge zwischen 15 und 75 Euro: Den einen Zahnzusatzversicherung bester Anbieter für alle Situationen gibt es nicht. Die Qualitätsunterschiede sind erheblich. Zwischen einem 70-Prozent-Tarif für 15,99 Euro und einem 100-Prozent-Tarif für 32,67 Euro liegen nicht nur 17 Euro im Monat, sondern erhebliche Unterschiede bei der Erstattung im Leistungsfall.

Die wichtigsten Anbieter in diesem Überblick zeigen die Bandbreite: Die Allianz bietet mit ihrer Tarifreihe Mein Zahnschutz 75, 90 und 100 den bekanntesten Einstieg. Die Württembergische überzeugt als günstigster 90-Prozent-Tarif mit einem GOZ-Faktor von 5,0. Die Concordia liefert mit dem ZAHN SORGLOS 100 das umfassendste Leistungspaket inklusive Kieferorthopädie. Und Janitos bietet mit zwei klar abgegrenzten Tarifstufen einen unkomplizierten Einstieg.

Drei Kriterien sollten Ihre Entscheidung leiten: eine Erstattungsquote von mindestens 90 Prozent, eine Zahnstaffel von mindestens 1.000 Euro im ersten Jahr und der Einschluss von Implantaten. Schließen Sie den Vertrag ab, bevor Behandlungsbedarf entsteht, idealerweise drei bis vier Jahre vor einem geplanten Eingriff. Vergleichen Sie die konkreten Leistungswerte der Tarife und nicht nur den Monatsbeitrag.

Wie Check24, Verivox und die WaizmannTabelle im direkten Vergleich abschneiden, erklärt unser Ratgeber ZZV-Vergleichsportale im Test: Check24 vs. Verivox vs. Waizmann . Alle Vergleichskriterien und Testsieger-Bewertungen finden Sie im Ratgeber Zahnzusatzversicherung im Vergleich 2026 .

Detailprofile zur Allianz finden Sie in unserem Ratgeber Allianz Zahnzusatzversicherung im Test , zu Janitos in unserem Ratgeber Janitos Zahnzusatzversicherung im Test .

9. Häufige Fragen

Die beste Zahnzusatzversicherung hängt von Ihren persönlichen Anforderungen ab. Es gibt keinen einzelnen Tarif, der für alle Versicherten optimal ist.

Entscheidend sind drei Faktoren: die Erstattungsquote für Zahnersatz (empfohlen mindestens 90 Prozent), die Höhe der Zahnstaffel in den ersten Vertragsjahren und ob Implantate eingeschlossen sind. Die Concordia ZAHN SORGLOS 100 bietet beispielsweise 100 Prozent Erstattung bei einer Zahnstaffel von 1.500 Euro im ersten Jahr für 32,67 Euro im Monat (bei einem 35-Jährigen). Die Württembergische ZahnSchutz Komfort 90 erstattet 90 Prozent für nur 21,45 Euro.

Vergleichen Sie mindestens drei bis vier Tarife anhand der konkreten Leistungswerte, bevor Sie sich entscheiden.

Der Monatsbeitrag richtet sich vor allem nach Ihrem Eintrittsalter und dem gewünschten Leistungsniveau. Für einen 35-Jährigen liegen die Beiträge je nach Tarif zwischen 12 und 32 Euro.

Konkret: Ein 90-Prozent-Tarif kostet bei der Württembergischen 21,45 Euro, bei der Allianz 23,58 Euro und bei der Stuttgarter 24,85 Euro. Ein 75-Prozent-Tarif ist günstiger, etwa der Janitos JA dental 75plus für 15,99 Euro. 100-Prozent-Tarife beginnen bei 27,52 Euro (Janitos) und reichen bis 32,67 Euro (Concordia).

Schließen Sie möglichst vor dem 40. Lebensjahr ab. Ab 51 Jahren steigen die Beiträge auf 28 bis 56 Euro im Monat.

Ja, eine Zahnzusatzversicherung kann sich auch bei fehlenden Zähnen lohnen. Allerdings ist die Anbieterauswahl eingeschränkt, da die Gesundheitsfragen je nach Versicherer unterschiedliche Grenzen setzen.

Die Allianz akzeptiert maximal einen fehlenden, nicht ersetzten Zahn. Der Münchener Verein und die Concordia akzeptieren bis zu vier fehlende Zähne. Versicherte mit Teilprothese werden bei vielen Anbietern nicht angenommen. Fehlende Zähne, die bereits durch Brücken oder Implantate ersetzt sind, zählen in der Regel nicht mit.

Prüfen Sie vor dem Beitragsvergleich die Gesundheitsfragen der Anbieter. Dieses Kriterium schränkt die Auswahl stärker ein als der Preis.

Eine gute Zahnzusatzversicherung sollte mindestens 90 Prozent der Zahnersatzkosten auf Basis des privaten Rechnungsbetrags erstatten.

Achten Sie auf folgende Leistungen: Zahnersatz inklusive Implantate, Zahnbehandlung (Füllungen, Wurzelbehandlung), Prophylaxe mit mindestens 80 Euro Erstattung pro Jahr und eine Zahnstaffel von mindestens 1.000 Euro im ersten Jahr. Die Erstattungsbasis sollte der volle Rechnungsbetrag sein, nicht nur der GKV-Kassenanteil. Außerdem sollte der Tarif keine allgemeine Wartezeit vorsehen.

Lassen Sie sich vor Abschluss einen Heil- und Kostenplan erstellen und prüfen Sie, wie der Tarif bei Ihrem konkreten Behandlungsbedarf erstatten würde.

Ja, ein Wechsel der Zahnzusatzversicherung ist möglich. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt bei den meisten Tarifen ein bis zwei Jahre.

Nach Ablauf der Mindestlaufzeit können Sie mit einer Kündigungsfrist von ein bis drei Monaten kündigen. Die Allianz hat beispielsweise eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren und einen Monat Kündigungsfrist. Bei der Concordia beträgt die Mindestlaufzeit nur ein Jahr bei einem Monat Frist. Beim Wechsel beginnt die Zahnstaffel des neuen Tarifs allerdings wieder bei null, und die Gesundheitsfragen werden erneut gestellt.

Planen Sie einen Wechsel rechtzeitig und berücksichtigen Sie, dass der Schutz in den ersten Jahren des neuen Vertrags durch die Zahnstaffel begrenzt ist.

Bei den meisten Anbietern bekommen Sie eine Zahnzusatzversicherung auch mit fehlenden Zähnen, allerdings gelten Grenzen.

Die Allianz und Janitos akzeptieren maximal einen fehlenden Zahn. Der Münchener Verein und die Concordia sind großzügiger und nehmen Versicherte mit bis zu vier fehlenden, nicht ersetzten Zähnen auf. Weisheitszähne zählen dabei in der Regel nicht mit. Versicherte mit Vollprothese oder Teilprothese werden bei den meisten Tarifen ausgeschlossen.

Stellen Sie die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß dar. Falsche Angaben können dazu führen, dass der Versicherer im Leistungsfall die Erstattung verweigert.

Nahezu alle Zahnzusatzversicherungen auf dem deutschen Markt verzichten auf eine allgemeine Wartezeit. Sie können ab dem ersten Tag Leistungen in Anspruch nehmen.

Die einzige dokumentierte Ausnahme ist die HanseMerkur EZL mit 6 Monaten Wartezeit für Zahnbehandlung. Alle anderen geprüften Tarife, darunter Allianz, Concordia, Württembergische, Stuttgarter und Janitos, starten ohne Wartezeit. Allerdings begrenzt die Zahnstaffel die Erstattung in den ersten Jahren. Im ersten Jahr liegt das Maximum je nach Tarif zwischen 1.000 und 1.500 Euro.

Verwechseln Sie die Wartezeit nicht mit der Zahnstaffel. Ohne Wartezeit heißt nicht, dass sofort unbegrenzt erstattet wird.

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