6. Alternativen wenn keine Versicherung mehr möglich ist
Wenn weder ein klassischer Tarif noch ein Sofortschutz infrage kommt, gibt es andere Möglichkeiten, die Kosten für Zahnersatz zu reduzieren. Diese Alternativen erfordern keine Versicherung und stehen jedem offen.
Ratenzahlung beim Zahnarzt
Viele Zahnarztpraxen bieten Ratenzahlung an. Sie verteilen die Kosten auf mehrere Monate und können die Behandlung sofort beginnen. Achten Sie auf mögliche Zinsen, die die Gesamtkosten erhöhen können.
Behandlung an Universitätskliniken
Zahnkliniken und Universitätskliniken bieten Behandlungen zu deutlich günstigeren Preisen an. Die Behandlung erfolgt durch Studenten unter Aufsicht erfahrener Zahnärzte. Der Nachteil: Die Behandlungsdauer ist länger und es kann Wartezeiten für Termine geben.
GKV-Bonusheft konsequent nutzen
Das Bonusheft der gesetzlichen Krankenkasse kann den Festzuschuss erhöhen. Nach 5 Jahren lückenloser Dokumentation steigt der Zuschuss auf 70 Prozent der Regelversorgung, nach 10 Jahren auf 75 Prozent. Das sind bis zu 15 Prozent mehr als der Basis-Festzuschuss.
Regelversorgung statt Premiumlösung wählen
Die Regelversorgung ist die vom Gesetzgeber vorgesehene Standardlösung. Sie ist funktional ausreichend und verursacht den niedrigsten Eigenanteil. Bei einer Krone liegt der Eigenanteil mit Bonus bei etwa 100 Euro statt 500 bis 1.000 Euro für eine hochwertige Variante.
Härtefallregelung prüfen
Personen mit geringem Einkommen können unter die Härtefallregelung fallen. Die Krankenkasse übernimmt dann 100 Prozent der Regelversorgungskosten. Die Einkommensgrenze liegt bei etwa 1.500 Euro netto für Alleinstehende.