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Zahnimplantat Kosten nach Zahnposition Preise kennen, Eigenanteil senken

Backenzahn ab 1.600 Euro, Frontzahn ab 3.000 Euro: Mit Zusatzversicherung sparen Sie bis zu 1.500 Euro Eigenanteil.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Ein Zahnimplantat am Backenzahn kostet 1.600 bis 3.800 Euro. Frontzähne liegen bei 3.000 bis 4.500 Euro, da Farbabstimmung und Gingivaformung aufwendiger sind.
  • check Im Oberkiefer kann ein Sinuslift die Kosten um 300 bis 1.400 Euro erhöhen. Im Unterkiefer ist der Knochen stabiler, ein Knochenaufbau wird dort seltener nötig.
  • check Mit lückenlosem Bonusheft kann Ihr Kassenzuschuss um bis zu 170 Euro steigen.
  • check Eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil um bis zu 1.500 Euro senken. Tarife mit voller Erstattung gibt es ab rund 30 Euro im Monat.
Zahnimplantat Kosten nach Zahnposition
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Inhaltsverzeichnis

1. Warum variieren Implantatkosten je nach Zahnposition?

1. Warum variieren Implantatkosten je nach Zahnposition?

Ein Zahnimplantat im Backenzahn kostet zwischen 1.600 und 3.800 Euro. Im Frontzahnbereich liegen die Kosten bei 3.000 bis 4.500 Euro. Diese Spanne überrascht viele Patienten. Der Preisunterschied erklärt sich durch vier Faktoren, die je nach Position im Kiefer unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.

Im Seitenzahnbereich muss das Implantat hohen Kaukräften von 400 bis 500 Newton standhalten. Das erfordert stabile Materialien und eine tiefe Verankerung im Knochen. Im Oberkiefer liegt die Kieferhöhle nah am Zahnfach, sodass häufig ein Knochenaufbau nötig wird. Im Unterkiefer ist der Knochen in der Regel stabiler, was die Behandlung einfacher und günstiger macht.

Bei Frontzähnen und Schneidezähnen spielen ästhetische Anforderungen die größte Rolle. Farbabstimmung, Gingivaformung und ein Provisorium für die Einheilphase treiben die Kosten nach oben. Wer sich über die Kosten für ein Zahnimplantat am Backenzahn oder Frontzahn informieren möchte, sollte diese Unterschiede kennen, bevor der Heil- und Kostenplan beim Zahnarzt ansteht.

Einen vollständigen Kostenüberblick für alle Implantattypen bietet unser Ratgeber Zahnimplantat Kosten 2026: Was Sie wirklich bezahlen .

Quellen: ZPK Herne | 2te-zahnarztmeinung.de | Zahnmedizin Marl

2. Kosten Backenzahn-Implantat: Preistabelle

2. Kosten Backenzahn-Implantat: Preistabelle

Die Gesamtkosten für ein Zahnimplantat am Backenzahn setzen sich aus mehreren Einzelposten zusammen. Je nach Aufwand liegen sie zwischen 1.600 und 3.800 Euro ohne Knochenaufbau. Die folgende Tabelle zeigt, welche Kostenblöcke in der Rechnung auftauchen.

Kostenposition Preisspanne
Implantat-Körper 800–1.300 Euro
Abutment (Verbindungsstück) 200–400 Euro
Zahnkrone (Keramik) 500–1.200 Euro
Voruntersuchung inkl. 3D-Röntgen 150–250 Euro
Chirurgie und Zahnarzthonorar 800–1.200 Euro
Gesamtkosten ohne Knochenaufbau 1.600–3.800 Euro

Oberkiefer vs. Unterkiefer: Wo ist es teurer?

Im Oberkiefer liegt der Backenzahn nah an der Kieferhöhle. Wenn der Knochen dort zu dünn ist, braucht der Zahnarzt einen Sinuslift, um genug Material für die Verankerung aufzubauen. Ein interner Sinuslift kostet 300 bis 550 Euro, ein externer Sinuslift bei stärkerem Knochenverlust 800 bis 1.400 Euro. Damit steigen die Gesamtkosten für ein Backenzahn-Implantat mit Knochenaufbau auf 2.200 bis 5.200 Euro.

Im Unterkiefer ist die Knochensubstanz in der Regel stabiler. Ein Knochenaufbau ist dort seltener nötig, was die Kosten für ein Implantat im Unterkiefer niedriger hält. Wer sich für ein Keramikimplantat statt Titan entscheidet, sollte mit einem Aufpreis von rund 500 Euro rechnen. Lassen Sie sich vor der Behandlung einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen, damit Sie die einzelnen Positionen nachvollziehen können.

Quellen: ZPK Herne | 2te-zahnarztmeinung.de | Zahnmedizin Marl | Medikompass

3. Implantat Frontzahn und Schneidezahn: Kosten

3. Implantat Frontzahn und Schneidezahn: Kosten

Während ein Backenzahn-Implantat vor allem funktionalen Anforderungen genügen muss, stehen beim Frontzahn und Schneidezahn ästhetische Aspekte im Vordergrund. Die Kosten für ein Frontzahn-Implantat liegen deshalb mit 3.000 bis 4.500 Euro deutlich höher als im Seitenzahnbereich.

Die Mehrkosten entstehen durch aufwendige Farbabstimmung der Krone an die Nachbarzähne, Gingivaformung für einen natürlichen Zahnfleischverlauf und ein Provisorium, das die Ästhetik während der Einheilphase sichert. Bei einem Schneidezahn-Implantat ist die sichtbare Zone besonders groß, sodass selbst kleine Abweichungen in Form oder Farbe sofort auffallen.

Die folgende Tabelle stellt die Kosten nach Zahnposition direkt gegenüber.

Position Kostenspanne Hauptkostentreiber
Backenzahn (Seitenzahn) 1.600–3.800 Euro Kaubelastung, ggf. Sinuslift
Frontzahn / Schneidezahn 3.000–4.500 Euro Ästhetik, Provisorium, Farbabstimmung
Eckzahn 3.000–4.500 Euro Ästhetik und Kaubelastung kombiniert

Für ein Einzelzahnimplantat im Frontzahnbereich sollten Sie also rund 700 bis 1.500 Euro mehr einplanen als für einen Backenzahn. Lassen Sie sich bei Ihrem Zahnarzt ein individuelles Angebot mit Detailpositionen erstellen. Nur so können Sie die tatsächlichen Kosten für Ihre Situation einschätzen.

Quellen: 2te-zahnarztmeinung.de | ZPK Herne

4. GKV-Festzuschuss: Was zahlt die Krankenkasse?

4. GKV-Festzuschuss: Was zahlt die Krankenkasse?

Neben den reinen Behandlungskosten ist der GKV-Zuschuss der wichtigste Faktor für Ihren tatsächlichen Eigenanteil. Die gesetzliche Krankenkasse bezuschusst nicht das Implantat selbst, sondern die sogenannte Regelversorgung. Das ist die günstigste medizinisch ausreichende Lösung, in der Regel eine Brücke oder Prothese. Der Festzuschuss bleibt gleich hoch, egal ob Sie sich für die Regelversorgung oder ein Implantat entscheiden.

Die Höhe des Zuschusses hängt davon ab, wie lange Sie Ihr Bonusheft lückenlos geführt haben. Ohne Bonusheft übernimmt die Kasse 60 Prozent der Regelversorgungskosten, mit fünf Jahren Bonusheft 70 Prozent und mit zehn Jahren 75 Prozent. Die absoluten Beträge unterscheiden sich je nach Zahnposition, weil die Regelversorgungskosten variieren.

Ein Beispiel für den Backenzahn im Oberkiefer: Ohne Bonusheft erhalten Sie einen Festzuschuss von rund 684 Euro, mit fünf Jahren Bonusheft etwa 798 Euro und mit zehn Jahren rund 855 Euro. Das Bonusheft kann Ihnen also bis zu 170 Euro mehr Zuschuss bringen.

Liegt Ihr Einkommen unter der Härtefallgrenze von 1.582 Euro brutto monatlich für Alleinstehende, übernimmt die Kasse 100 Prozent der Regelversorgungskosten. Sprechen Sie Ihre Krankenkasse gezielt auf die Härtefallregelung an, falls Ihr Einkommen in diesem Bereich liegt.

Quellen: KZBV | AOK

5. Eigenanteil senken mit Zahnzusatzversicherung

5. Eigenanteil senken mit Zahnzusatzversicherung

Selbst mit Bonusheft bleibt beim Backenzahn-Implantat ein hoher Eigenanteil. Eine Zahnzusatzversicherung kann diesen Betrag deutlich reduzieren. Das folgende Rechenbeispiel zeigt den Effekt bei einem unkomplizierten Backenzahn im Unterkiefer.

Ausgangslage: Die Gesamtkosten betragen 2.800 Euro. Die GKV zahlt einen Festzuschuss von 684 Euro (ohne Bonusheft). Ohne Zusatzversicherung bleiben 2.116 Euro Eigenanteil. Mit einer Zahnzusatzversicherung wie dem Württembergische ZahnSchutz Premium 100 (100 Prozent Erstattung, 33,19 Euro pro Monat) übernimmt der Tarif im ersten Jahr bis zu 1.500 Euro. Ihr Eigenanteil sinkt damit auf 616 Euro, eine Ersparnis von 1.500 Euro.

Allerdings begrenzen fast alle Tarife die Erstattung in den ersten Jahren durch eine Summenstaffel. Ab dem fünften Versicherungsjahr entfällt diese Grenze bei vielen Anbietern. Wer den Abschluss frühzeitig plant, profitiert daher am meisten.

Die Beiträge variieren je nach Leistungsumfang. Der Allianz Mein Zahnschutz 100 kostet 29,88 Euro monatlich und erstattet 100 Prozent. Der Janitos JA dental 90plus ist mit 20,50 Euro monatlich günstiger, erstattet aber 90 Prozent. Beide Tarife decken Implantate und Knochenaufbau ab. Vergleichen Sie mehrere Tarife, bevor Sie sich entscheiden, denn die Unterschiede bei Staffel und Erstattungshöhe wirken sich stark auf Ihren tatsächlichen Eigenanteil aus.

Kosten und Erstattungsoptionen für ein einzelnes Zahnimplantat vergleicht unser Ratgeber Einzelzahnimplantat Kosten: Preise, GKV-Zuschuss und Versicherung .

6. Fazit: Kosten nach Zahnposition planen

6. Fazit: Kosten nach Zahnposition planen

Die Kosten für ein Zahnimplantat hängen stark von der Zahnposition ab. Ein Backenzahn-Implantat kostet zwischen 1.600 und 3.800 Euro, ein Frontzahn-Implantat zwischen 3.000 und 4.500 Euro. Im Oberkiefer kann ein Knochenaufbau die Kosten auf bis zu 5.200 Euro steigern.

Der GKV-Festzuschuss deckt unabhängig von der gewählten Versorgung einen Teil der Kosten. Beim Backenzahn liegt er je nach Bonusheft zwischen 684 und 855 Euro. Eine Zahnzusatzversicherung kann den verbleibenden Eigenanteil erheblich senken.

Drei Schritte helfen bei der Planung: Lassen Sie sich einen Heil- und Kostenplan erstellen, prüfen Sie Ihren Bonusheft-Status bei der Krankenkasse und vergleichen Sie Zahnzusatzversicherungen, bevor die Behandlung beginnt.

7. Häufige Fragen

Ein Zahnimplantat am Backenzahn kostet ohne Knochenaufbau zwischen 1.600 und 3.800 Euro. Im Unterkiefer liegen die Kosten oft am unteren Ende dieser Spanne, weil der Knochen dort stabiler ist und seltener ein Knochenaufbau nötig wird.

Im Oberkiefer kann ein Sinuslift die Kosten auf 2.200 bis 5.200 Euro erhöhen. Die Gesamtrechnung setzt sich aus Implantat-Körper (800 bis 1.300 Euro), Abutment (200 bis 400 Euro) und Zahnkrone (500 bis 1.200 Euro) zusammen. Hinzu kommen Voruntersuchung und Chirurgiekosten.

Lassen Sie sich vor der Behandlung einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen, damit Sie alle Einzelpositionen nachvollziehen können.

Ein Frontzahn-Implantat kostet 3.000 bis 4.500 Euro und liegt damit rund 500 bis 1.000 Euro über den Kosten für ein Backenzahn-Implantat. Der Preisunterschied entsteht durch höhere ästhetische Anforderungen.

Bei Frontzähnen und Schneidezähnen müssen Farbabstimmung, Gingivaformung und ein Provisorium für die Einheilphase den natürlichen Eindruck wahren. Im Seitenzahnbereich steht dagegen die Funktion im Vordergrund, was weniger aufwendige Laborarbeit erfordert.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt gezielt nach den einzelnen Kostenpositionen für Ihre Zahnposition, damit Sie den Preisunterschied besser einordnen können.

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss, der sich an der Regelversorgung orientiert, also an der günstigsten ausreichenden Lösung wie einer Brücke. Dieser Zuschuss wird unabhängig davon gewährt, ob Sie sich für ein Implantat oder die Regelversorgung entscheiden.

Beim Backenzahn im Oberkiefer beträgt der Festzuschuss ohne Bonusheft rund 684 Euro, mit fünf Jahren Bonusheft etwa 798 Euro und mit zehn Jahren rund 855 Euro. Die genauen Beträge hängen von der Zahnposition ab und können bei Frontzähnen abweichen.

Prüfen Sie Ihr Bonusheft auf Lücken und lassen Sie fehlende Einträge beim Zahnarzt nachtragen, bevor Sie den Heil- und Kostenplan einreichen.

Ein Implantat am Backenzahn kostet 1.600 bis 3.800 Euro, eine Brücke 800 bis 2.500 Euro. Die Brücke ist kurzfristig günstiger, hat aber Nachteile bei der Langzeitbetrachtung.

Für eine Brücke müssen gesunde Nachbarzähne abgeschliffen werden. Ein Implantat schont die Nachbarzähne vollständig und hat eine Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren bei einer Erfolgsrate von 90 bis 95 Prozent nach zehn Jahren. Die Krone auf dem Implantat hält in der Regel 10 bis 15 Jahre und kann bei Bedarf erneuert werden.

Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt beide Optionen und lassen Sie sich für beide Varianten einen Kostenvoranschlag erstellen.

Mit Knochenaufbau kostet ein Backenzahn-Implantat zwischen 2.200 und 5.200 Euro. Der Knochenaufbau wird vor allem im Oberkiefer nötig, weil dort die Kieferhöhle nah am Zahnfach liegt und der Knochen oft zu dünn ist.

Die Kosten für den Knochenaufbau variieren je nach Methode: Ein interner Sinuslift kostet 300 bis 550 Euro, ein externer Sinuslift bei stärkerem Knochenverlust 800 bis 1.400 Euro. Im Unterkiefer ist ein Knochenaufbau seltener erforderlich, da der Knochen dort stabiler ist.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt, ob ein Knochenaufbau bei Ihnen nötig ist. Ein 3D-Röntgenbild (DVT) gibt Aufschluss über die vorhandene Knochensubstanz.

Titanimplantate sind der bewährte Standard für den Backenzahn. Keramikimplantate kosten rund 500 Euro mehr, bieten aber eine metallfreie Versorgung, die bei Unverträglichkeiten oder ästhetischen Wünschen sinnvoll sein kann.

Im Seitenzahnbereich muss das Implantat Kaukräften von 400 bis 500 Newton standhalten. Beide Materialien erfüllen diese Anforderung. Titan hat eine längere klinische Bewährung, während Keramik sich farblich besser in den natürlichen Zahnbestand einfügt, was im Backenzahnbereich aber weniger relevant ist.

Besprechen Sie die Materialwahl mit Ihrem Behandler. Fragen Sie gezielt nach den Mehrkosten für Keramik und ob diese in Ihrem Fall einen nachweisbaren Vorteil bieten.

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